Aktien + Gold: Warum fällt alles?
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Lieber Leser,
 

in der letzten Woche schrieb ich noch vollmundig, dass sich die globalen Aktien-Märkte freundlich zeigen während zum Ende der Woche hin, es ordentlich nach unten ging. So schnell kann sich die Lage an den Börsen ändern. Das gehört zum Spiel dazu und sollte einen langfristig-orientierten Anleger wirklich nicht stören.


Ganz im Gegenteil bieten Korrekturen wunderbare Möglichkeiten für einen Nachkauf oder verbilligten Einstieg, wenn man seine monatlichen Sparraten weiterlaufen lässt. Interessant war in der Vorwoche, dass auch die Währungen ohne Fehl und Tadel, also Gold und Silber, deutlich Federn lassen mussten.


Um fast 7 Prozent ging es bei Gold seit den jüngsten Hochs nach unten, bei Silber waren es sogar fast 8 Prozent. Dagegen haben sich die Aktien im DAX mit minus 2 Prozent relativ gesehen, gut gehalten.
 

Befinden wir uns nun am Beginn einer größeren Korrektur?
 

Ausschließen kann man so etwas nie. Vor allem da die Aktien-Märkte heiß gelaufen erscheinen. Trotzdem rechne ich selbst bei einem Rücksetzer damit, dass sehr schnell viele Milliarden Euro und US-Dollar mobilisiert werden und ihren Einstieg in die Märkte suchen.


Aufgrund der anhaltenden Niedrigzins-Politik gibt es kaum noch Anlage-Alternativen zu Aktien. Dies verstehen immer mehr Anleger und suchen daher ihren Weg in den Markt. Gerade wer noch viel Zeit für seine Geldanlage übrig hat (10 Jahre und mehr), der sollte sich immer bei Korrekturen oder sogar einem Crash wie im letzten Jahr freuen und freudig zugreifen.


Bei den Edelmetallen wie Gold und Silber resultiert der Rücksetzer vor allem von den jüngsten Äußerungen des US-Notenbank. Die Mitglieder des Entscheidungs-Gremiums haben eine frühere Trendwende bei den Zinsen, als vom Markt erwartet, signalisiert. Nun soll es schon 2023 eine oder zwei Zinserhöhungen geben. Dies hat die Märkte offenbar verunsichert und Gold sowie Silber in die Knie gezwungen.


Dennoch bleibe ich positiv gestimmt. Die angekündigten Zinserhöhungen sind vage und liegen in weiter Ferne. Zudem spielt es keine Rolle ob der Leitzins bei 0, 0,25 oder 0,50 Prozent notiert, wenn die Inflationsrate gleichzeitig bei 3 oder 4 Prozent liegt. Der Realzins ist dadurch extrem negativ und bietet damit ein förderliches Umfeld für Gold- und Silber-Investments.
 

Quelle: www.wellenreiter-invest.de


Die obere Grafik von Wellenreiter-Invest zeigt sehr schön den Zusammenhang zwischen dem Realzins (blau, rechte Skale) und dem Gold-Preis (gelb, linke Skala). Aktuell läuft der Realzins dem Gold-Preis voraus, während Gold korrigiert. Dies kann daran liegen, dass die Marktteilnehmer der US-Notenbank glauben und nur eine vorübergehende Inflation und damit sehr negativen Realzins erwarten.


Interessant wird nun, wie lange dieser Glauben vorherrscht. Ich sehe die jüngsten Rücksetzer bei den Edelmetallen als gute Nachkauf-Gelegenheiten und warte auf eine Bodenbildung um einzusteigen. Die Billionen US-Dollar und Euro, die nur die 2 großen Notenbanken (FED und EZB) geschaffen haben, werden die Flucht in Sachwerte weiter begünstigen.



 


Mein Blick auf die Märkte:
Was hat sich bei Gold, Silber,
DAX & dem Bitcoin getan?

 


Gold: Trend zeigt nach unten!

 

Der Gold-Preis hat einen Großteil seines Anstiegs ausgehend von den Tiefs im März und April korrigiert. Um genau zu sein, wurden fast zwei Drittel der Rallye wieder abgegeben. Daher lohnt es sich nun Ausschau zu halten, ob es eine Bodenbildung gibt um langfristige Bestände aufzustocken.
 



Silber: Das ging schnell!
 

Silber gab binnen einer Woche um fast 8 Prozent nach. Auch hier zeigt sich eine Korrektur der Rallye ausgehend von den Jahrestiefstständen um zwei Drittel. Silber-Anleger sollten auch hier nach einer Bodenbildung Ausschau halten.
 



DAX: Unterstützung gefunden?
 

Bei 15.300 Punkten fand der DAX Unterstützung, punktgenau auf der Oberseite der früheren Schiebezone. Ob dies schon die Umkehr bedeutet, kann ich noch nicht sagen. Hierfür müssen wir die nächsten Tage und vor allem die Schlusskurse abwarten, deren Signalqualität deutlich besser ist.
 



Bitcoin: Woche der Entscheidung?
 

Die Rallye über 40.000 US-Dollar ist verpufft. Der Bitcoin gab im Wochenverlauf und gerade über das Wochenende deutlich nach. Die Marke von 30.000 US-Dollar wird nun mit Spannung verfolgt. Ein deutlicher Schlusskurs darunter eröffnet Abwärtspotenzial in Richtung 20.000 bis 25.000 US-Dollar.


In diesem Bereich wären gut zwei Drittel der großen Rallye korrigiert und eine Bodenbildung wird wahrscheinlicher. Dennoch würde es mich nicht wundern, wenn in Anbetracht der enormen Kurssteigerung der letzten Monate auch Werte unter 20.000 US-Dollar angelaufen werden. In jedem Fall gibt es dann wieder gute Chancen für den Einstieg.
 


 


Chart der Woche:
Gibt es bald keine Arbeit mehr?

 


Die untere Grafik zeigt dir, dass bei den im S&P 500 enthaltenen Unternehmen in den 1980ern noch 8 Mitarbeiter gebraucht wurden um 1.000.000 US-Dollar an Umsatz zu erwirtschaften. Dies hat sich inzwischen deutlich geändert.


Heutzutage reichen 2 Mitarbeiter aus, um die Million an Umsatz zu erreichen. Fortwährende Automatisierung sowie Outsourcing haben zu dieser Entwicklung geführt. Wird dieser Trend weitergeführt, werden die Unternehmen in Zukunft ihre Umsätze mit einem oder sogar weniger Arbeitern erwirtschaften. Brauchen wir dann ein Grundeinkommen? Oder eine Roboter-Steuer um die vielen Arbeitslosen zu finanzieren? Food for thought...
 

Quelle: twitter.com/ISABELNET_SA


 


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Bis zur nächsten Woche,

 

Dein Sebastian

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