Sind wir dumme Klein-Anleger? Mehr Bevormundung geplant!
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Lieber Leser,
 

wird in Kürze ein zweiter Crash die Aktien-Märkte heimsuchen? Diese Frage wird heftig diskutiert und nun hat sich auch ein sehr einflussreicher Hedge-Fonds-Manager aus den USA zu diesem Thema zu Wort gemeldet. Es geht um niemand geringeren als Jeffrey Gundlach, gern gesehener Gast in US-Medien.


Er prophezeit in einem 70-minütigen Interview, dass „die Märkte ziemlich hart einbrechen werden“. Ich habe dies zum Anlass genommen mir die Märkte näher anzusehen, auf seine Aussagen einzugehen und natürlich Dir zu zeigen, wie ich auf eine derartige Situation reagiere. Alles weitere findest Du hier:Hedge-Fonds-Milliardär: "Crash wird kommen!"


Wird der digitale Euro ein Segen oder Fluch sein? Dieser spannenden Frage bin ich auf vielfachen Wunsch am Sonntag nachgegangen. Auch wenn ich Dir offen sage, dass ich bei diesem Thema sehr zwiegespalten bin und die negativen Seiten überwiegen sehe, habe ich versucht das Thema so objektiv wie möglich zu beleuchten.


Grundsätzlich gehe ich nicht davon aus, dass hinter allem und jedem eine böse Absicht steckt, doch der digitale Euro öffnet zukünftigen Politiker-Generationen große Möglichkeiten den gläsernen Bürger zu erschaffen (manche würden sagen, die Entwicklung weiterzutreiben). Höre Dir am besten selbst an, was ich dazu zu sagen habe unterAngriff auf unser Geld: 100% Kontrolle durch digitalen Euro!.
 

Brauchen wir Anleger Schutz von Olaf Scholz?
 

Mir kommt es derzeit so vor, als ob Olaf Scholz das Thema Geldanlage des kleinen Mannes ganz vorne auf seine Agenda gepackt hat. Zuerst hat er klammheimlich Ende 2019 ein Gesetz zur Begrenzung der Anrechenbarkeit von Total-Verlusten bei Aktien eingebracht (gilt seit Januar 2020).


Gleichzeitig hat er die Verlustanrechenbarkeit bei Verlusten aus Termingeschäften auf 10.000 Euro begrenzt und das auch noch mit einer wirren Berechnungsmethode garniert, so dass man sogar Steuern bezahlen muss, wenn man gar keine Gewinne erzielt hat.


Vor wenigen Wochen hat er sich dann daran versucht eine Steuer auf börsengehandelte Gold-Produkte einzuführen wie „Xetra-Gold“, ist damit jedoch glücklicherweise gescheitert. Die Börsen-Lobby war hier wohl stärker als die Lobby der wenigen Kleinanleger in Deutschland.


Die aktuelle Krönung ist, dass Olaf Scholz nun den Nachrang-Darlehen an den Kragen will. Diese Darlehen sind spekulative Anleihen von Unternehmen, die in der Regel einen attraktiven Zins bieten. Dies müssen sie auch, da Nachrang-Darlehen im Falle von Zahlungsschwierigkeiten als erste ausfallen und die Gläubiger nicht oder kaum noch bedient werden. Für dieses Risiko müssen höhere Zinsen bezahlt werden.


Olaf Scholz plant nun durch eine Anpassung des Wertpapier-Handelsgesetzes die Mindest-Stückelung der Anleihen auf 50.000 Euro zu erhöhen, so dass die Früchte so hoch hängen, dass kaum ein Privat-Anleger noch darin investieren kann oder will. Wo früher zumindest eine Streuung möglich war, da die Tranchen zu Mindest-Beträgen von 10.000 oder 20.000 Euro verkauft wurden, ist nun die Luft deutlich dünner geworden.


Der Grund: Olaf Scholz will uns vor uns selbst schützen.


  Mein Podcast-Tipp:

 

Vorsicht – Kaufe niemals dieses Gold!
 

Jüngst gab es einen neuen Betrugsfall im Zusammenhang mit Gold-Produkten. Über 45 Millionen Euro sind betroffen. Ich zeige Dir in dieser Podcast-Ausgabe wie man Betrugsmaschen bei Gold erkennt und welche Produkte unbedingt gemieden werden müssen!


Höre Dir jetzt meinen Podcast dazu an:


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Muss man uns beschützen?
 

Zweifelsfrei gibt es eine Menge Leute, die sich mit dem Thema finanzieller Bildung bisher nicht auseinandergesetzt haben, jedoch am großen Finanz-Markt mitmischen wollen. Darunter auch Privat-Anleger, die reihenweise Schrott-Produkte kaufen oder zu hohe Risiken in ihre Depots laden. Nachrang-Anleihen gehören hier dazu und einige denken beim Wort „Zins“ zudem immer an ein sicheres Sparkonto, was bei Nachrang-Anleihen nicht gegeben ist.


Dennoch halte ich die Strategie der Bundesregierung immer mehr zu verbieten für falsch. Stattdessen sollte viel mehr auf die finanzielle Bildung der Bevölkerung gesetzt werden, die gerade jetzt ungemein wichtig ist. Ein großer Teil verliert aus Unwissenheit jeden Tag Geld, weil er nicht weiß, dass es außer dem Sparbuch noch andere Anlageformen gibt. Der andere Teil handelt zwar, schätzt die Risiken jedoch vollkommen falsch ein und investiert den größten Teil seines Guthabens dann in Aktien wie Wirecard.


Daher plädiere ich für ein Ende der Bevormundung des Privat-Anlegers und stattdessen eine Förderung von mehr finanziellen Wissen. Zum einen in Schulen und zum anderen in kostenlosen Kursen, die staatlich gefördert werden, jedoch von unabhängigen Experten gehalten werden müssen. Höchstwahrscheinlich wird es dazu jedoch nie kommen und die Einschränkungen der Geldanlage gehen weiter.


 


Mein Blick auf die Märkte:
Was hat sich bei Gold, Silber & DAX getan?

 


Gold:
1.900 US-Dollar erweist sich als Unterstützung!

 

Das Niveau um 1.900 US-Dollar erweist sich als eine gute Unterstützungs-Zone. Ich bin selbst kein Fan von starren Linien bei der Chart-Analyse, daher schreibe ich meist von Zonen, da sich die Kurse frei bewegen. Hält der Bereich um 1.900 US-Dollar, haben wir eine gute Basis für weitere Kursgewinne.
 



Silber:
Kursziel 30 US-Dollar?
 

Silber hat sich ähnlich wie Gold stabilisiert. Gerade wird seitens einer großen US-Bank ein Kursziel von 30 US-Dollar herumgereicht. Ich werde diesem Kursziel am Sonntag in einem Video nachgehen und Dir auch verraten, welche Groß-Bank selbst bei Silber einkauft. Ansonsten warten wir auf die nächste Bewegung nach oben.
 



DAX:
Same shit, different day :-)
 

Zum DAX gibt es nichts zu schreiben, wir warten auf einen Ausbruch. Spätestens die US-Wahl sollte für Bewegung sorgen.
 


 


Chart der Woche:
Wer kommt am besten durch die Krise?

 


Die weltweiten Staatsschulden werden 2020 knapp 100% der Wirtschaftsleistung erreichen. Ein absoluter Rekordwert! Dennoch gibt es Länder die besser durch die Krise kamen als andere. Die untere Tabelle zeigt die Neuverschuldung in Prozent des BIP (Spalte: Defizit) sowie das Wirtschaftswachstum (geschätzt vom IWF).


China wird dieses und kommendes Jahr mit einem positiven Wachstum abschließen und dadurch seinen Vorsprung enorm ausbauen. Auch Russland sieht positiv aus. Es wird unter dem Strich (2020 + 2021) zwar zu einer kleinen Schrumpfung der Wirtschaft kommen, jedoch hält sich die Neuverschuldung in Grenzen (2021 ist sogar ein Schulden-Abbau drin).


Auch Deutschland wird mit einem blauen Auge davonkommen. Doch die USA, Japan und Großbritannien müssen enorme Summen investieren um den Schaden einzudämmen. Kein Wunder, dass die Schuldenberge immer größer werden. Ich thematisiere diese Problematik in einer Woche im Podcast!
 

Quelle: www.solvecon-invest.de


 


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Bis zur nächsten Woche,

 

Dein Sebastian

Sebastian Hell | Hell-Investiert.de

 

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