Haben wir eine Immobilien-Blase?
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Lieber Leser,
 

in meinem letzten VideoImmobilien-Boom! Wann platzt die Blase?habe ich über den deutschen Immobilienmarkt gesprochen und ob es derzeit aus meiner Sicht eine Blase gibt. Vorab kann ich Dir als Leser meines Reports schon verraten, dass ich keine Blase sehe, jedoch in manchen Bereichen Erhitzungserscheinungen.


Für eine richtige Blase und davon habe ich am Aktienmarkt schon einige erlebt sowie das Blasen der Immobilienblase direkt vor Ort in den USA, reicht es in meinen Augen noch nicht. Ganz im Gegenteil sehe ich sogar das Potential, dass sich die Immobilienpreise weiter steigern werden und dafür nenne ich Dir im Video einige gute Gründe. Wenn Du in Deutschland Immobilien besitzt oder überlegst welche zu erwerben, dann schau Dir unbedingt mein Video an und teile es.


Da wir schon beim Stichwort Blase am Immobilienmarkt sind. Ich befinde mich gerade bei Freunden in Spanien in der Nähe von Murcia. Die spanische Immobilienblase platzte mit der Finanzkrise und seitdem haben sich einige Regionen und Immobilien-Teilmärkte nicht mehr erholt. Positiv für Investoren ist, dass man sehr schöne Objekte nach wie vor zu sehr guten Preisen erwerben kann.


Ich führe gerade Gespräche vor Ort was den spanischen Immobilienmarkt generell betrifft. Welche Besonderheiten es beim Kauf gibt und wie man richtig vorgeht. Dazu werde ich sofern ich selbst mehr weiß, gerne auch ein Update bereitstellen für alle die über Investments in Spanien nachdenken. Gerade der Kauf von Objekten mit anschließender Vermietung über AirBnB ist ein extrem lukratives Geschäft.


Jetzt geht es aber los mit dem versprochenen Report als Ergänzung zu meinem letzten Video. Ich wollte Dir interessante Grafiken nachreichen und et voilà hier kommen sie...
 

Mieten und Kaufpreis entkoppeln sich!
 

Im Jahr 2019 kam es in Deutschland zu einer interessanten Entwicklung bei den Mieten. Die Neuvertragsmieten sind im 4. Quartal im Vergleich zum Vorquartal stagniert und zum Vorjahresquartal sogar gefallen. Die Überhitzung scheint sich langsam zu legen. Möglicherweise auch aus Angst vor weiteren staatlichen Eingriffen (Mietpreisspiegel, Mietpreisbremse, Mietendeckel)


Bei den Bestandsmieten kam es auf Jahressicht im 4. Quartal zu einer Steigerung um 1,4 Prozent. Hier ziehen die Preise noch an, jedoch hat sich der Trend zum einen verlangsamt, zum anderen werden bei Bestandsmieten oftmals nicht derart hohe Mieten bezahlt wie bei neu abgeschlossenen Verträgen. Nachfolgend dazu eine interessante Grafik.
 

Quelle: www.f-und-b.de


Obenstehend siehst Du die Entwicklung der Immobilienpreise von Einfamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen. Zusätzlich den Trend der Mietpreise bei Neu- und Bestandsmieten. Der „F+B Wohn-Index“ ist außerdem wie folgt definiert:


„Der F+B-Wohn-Index Deutschland kombiniert deutschlandweit die Miet- und Preisentwicklung von Eigentumswohnungen, Ein- und Zweifamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern mit den Trends von Neuvertrags- und Bestandsmieten von Wohnungen und den Ertragswerten von Mehrfamilienhäusern. Der Index ermöglicht somit quartalsweise eine zusammenfassende Betrachtung des gesamten Wohnsegments in Deutschland, die bis auf die Postleitzahl und Straßenabschnittsebene reicht.“ (Quelle: www.f-und-b.de)


Kurz gesagt der „F+B Wohn-Index“ zeigt bei steigender Tendenz an, dass sowohl Mieten als auch Kaufpreise für Immobilien ansteigen. Jedoch zeigt sich auch hier, dass die Anstiege nicht mehr so stark sind wie noch in den Jahren zuvor. Die Preisanstiege bei Mieten und Kaufpreisen am deutschen Immobilienmarkt scheinen sich insgesamt zu verlangsamen.


  Podcast-Tipp

 

Gold-Förderung bricht ein! Jetzt Gold kaufen?
 

Das World Gold Council veröffentlichte vor wenigen Tagen eine Studie zur Angebotslage am Goldmarkt. Darin zeigt sich ein Rückgang der Minenproduktion für 2019, was bis auf eine einzige Ausnahme seit 1970 nicht mehr vorgekommen ist.


Haben wir nun "Peak Gold" erreicht? Und welche Auswirkungen ergeben sich hieraus für den Preis? Alles dazu erfährst Du in dieser Ausgabe...


Höre Dir jetzt meinen Podcast dazu an:


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Bedeuten die entkoppelten Mieten eine Blase?


Wie in meinem Video dargelegt sehe ich noch keine Blase. Auch die entkoppelten Mieten, die geringer steigen und teilweise stagnieren oder zurückgehen sind noch kein Hinweis auf eine ernstzunehmende Blase.


Man muss hier immer noch vor Augen haben, dass aufgrund der niedrigen Zinsen einige Leute nach Anlagemöglichkeiten suchen und wir in Deutschland preis- und miettechnisch zum Ausland aufschließen.


Viele Gespräche die ich mit Anlegern führe, die bisher „nur“ Geld auf dem Konto liegen haben drehen sich zudem meist um den Immobilienmarkt. Aktien sind kein Thema, da zu „riskant“, Gold und Silber werfen keinen Zins ab. Da kaufen die meisten lieber Immobilien und werden dadurch die Preise noch weiter nach oben treiben.


Der Mieter kann sich freuen, dass die Mieten nicht mehr mithalten. Die Bewertungs-Multiplen (Kaufpreis geteilt durch die Jahreskaltmiete) nehmen dadurch zu und die Rendite fällt. Dies sind sicherlich Ausläufer einer Blase oder wie ich es nenne Erhitzungserscheinungen, jedoch noch keine richtige Blase.


Daher bin ich für Immobilien in vielen Regionen positiv gestimmt, wenn man seine Hausaufgaben macht und Objekte auch zu bewerten weiß. Wer blind kauft und nur auf beispielsweise Frankfurt-Westend oder München-Lehel setzt, der könnte sich durchaus schon in einer lokalen Blase befinden.


Abschließend noch eine interessante Grafik des „Globalization and Monetary Policy Institute der Federal Reserve Bank of Dallas“. Die nachfolgende Darstellung zeigt den Erschwinglichkeitsindex und dessen Entwicklung für Deutschland seit 2005. Ein Wert von über 100 bedeutet, dass die Immobilienpreise gemessen an der Lohnentwicklung günstiger wurden.


In den letzten 15 Jahren sind die Löhne stärker gestiegen als die Immobilienpreise (gemessen an ganz Deutschland) und damit wurden Immobilien erschwinglicher, auch wenn sich zeigt, dass sich seit 2011 der Trend gedreht hat.
 

Quelle: www.kreditvergleich.net/statistiken/immobilienpreise


 


Mein Blick auf die Märkte:
Was hat sich bei Gold, Silber & DAX getan?

 


Gold:
1.600 Dollar klar im Blick!

 

Gold startet einen neuen Anlauf und hat die Marke von 1.600 US-Dollar im Visier. Der erste Versuch scheiterte kurz vor der psychologisch wichtigen Marke. Ob es nun gelingt wird sich zeigen.


In anderen Währungen wie dem Euro erreichen wir inzwischen fast täglich neue Allzeithochs. Hoffen wir, dass dies im vielbeachteten US-Dollar auch bald gelingen wird.
 



Silber:
Schiebezone!
 

Silber befindet sich in einer Seitwärtszone zwischen 17,50 und 18,00 US-Dollar. Im Gegensatz zu Gold ist Silber nach wie vor extrem schwach. Das Gold-Silber-Verhältnis ist auf über 89 angestiegen und signalisiert ebenfalls eine schwache Grundhaltung. Wer schon lange bei Silber investiert ist, der kennt dies zur Genüge.
 



DAX:
Endlich...
 

Lange habe ich mich beschwert, dass der DAX im Gegensatz zu den US-Märkten nur vor sich hin dümpelt. Jetzt hat er endlich den Ausbruch auf ein Allzeithoch geschafft und nun geht es darum, ob sich der Trend nach oben fortsetzt.


Interessant ist, dass die Märkte nach wie vor nach dem Prinzip der Angst funktionieren. Ein paar Negativmeldungen zum Corona-Virus ließen den DAX leicht einbrechen, während erste Annahmen einer Entspannung zu richtiger Kaufpanik führten.
 


 


Chart der Woche:
ETF-Sparpläne sind im Kommen!

 


Finanz-Szene.de hat eine sehr interessante Übersicht veröffentlicht. Darin zeigt sich die Anzahl an abgeschlossenen neuen ETF-Sparplänen pro Monat. 2005 wurden netto im Durchschnitt 5.900 Sparpläne abgeschlossen. Im 4. Quartal 2019 waren es bereits 53.600 pro Monat und im Dezember sogar 75.800.
 

Quelle: www.finanz-szene.de


Die monatliche Sparrate ist von 142 Euro Ende 2018 auf inzwischen 162 Euro gestiegen. Die Zahlen geben Hoffnung, dass langsam mehr und mehr Sparer aufwachen und feststellen, dass es neben dem Girokonto auch Alternativanlagen gibt.


 


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Bis zur nächsten Woche,

 

Dein Sebastian

Sebastian Hell | Hell-Investiert.de

 

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