Aktien - Wie geht es weiter?
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Lieber Leser,
 

die globalen Aktien-Märkte zeigen sich nach wie vor freundlich, wenn auch etwas weniger schwunghaft als früher. Dennoch konnte der MSCI World Index am Montagmittag ein neues Allzeithoch erreichen. Genauso wie der DAX und auch die US-Pendants zeigen sich weiterhin stark.


Trotzdem trauen viele Anleger dem Braten nicht, was ein fataler Fehler ist. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Aktien schwanken, mitunter sehr stark schwanken können. Trotzdem bietet die Anlageklasse enorme Chancen, wenn man einen Zeithorizont von mehr als 10 Jahren mitbringt und am besten in Intervallen investiert (bspw. monatlicher oder quartalsweiser Sparplan).


Hintergrund für meine positive Einstellung zu Aktien ist, dass sich ein breit aufgestelltes Portfolio in den letzten Jahrzehnten immer gerechnet hat. Man darf nur nicht den Fehler machen und dem Home-Bias verfallen (bspw. nur in den DAX investieren) oder auf Nischen setzen.


Langfristig sein Geld anzulegen bedeutet, dass man breit in den MSCI World und andere Regionen investiert und das Geld für sich arbeiten lässt. Dies wird auch in Zukunft immer wichtiger werden, da zusehends mehr Banken Strafzinsen, Negativzinsen oder sonstige Verwahrentgelte verlangen und die Inflation kräftig anzieht.


In den USA haben wir Inflationswerte von 5 Prozent, in Deutschland laufen wir laut einer Studie der Bundesbank in Richtung der 4 Prozent. Normalerweise sollten die Zinsen darauf reagieren und ansteigen. Es passiert allerdings kaum etwas am Anleihen-Markt, weswegen der Realzins negativ bleibt.


Ich weiß, dass viele davon ausgehen, dass der Anleihen-Markt nun reagieren wird und mit höheren Zinsen die Aktien-Märkte zu Fall bringt, um die Inflationsraten zu kompensieren. Diese Theorie klingt logisch, allerdings gab es bereits einige Ausnahmen davon.
 

Quelle: awealthofcommonsense.com


Die obere Grafik zeigt die Entwicklung der amerikanischen Zinsen und der Inflationsrate während und nach dem 2. Weltkrieg. Es zeigt sich deutlich, dass die Inflationsrate ein immenses Auf und Ab hatte, die Zinsen jedoch fast auf demselben Niveau verharrten.


Ein ähnliches Schicksal kann uns erneut treffen, möglicherweise aufgrund einer Zinskurvenkontrolle durch die Notenbanken. Schuldner wie Staaten, Unternehmen und Privatleute bekommen immense Refinanzierungsprobleme, wenn die Zinsen ansteigen. Die Konsequenz wäre eine Schulden- mit anschließender Wirtschaftskrise.


Daher solltest du dich auf eine Zeit einstellen mit erhöhter Inflation, niedrigen Zinsen, deutlich negativem Realzins und folglicherweise einer strategischen Geldanlage in Aktien und anderen Sachwerten.



 


Mein Blick auf die Märkte:
Was hat sich bei Gold, Silber,
DAX & dem Bitcoin getan?

 


Gold: Korrektur eingeläutet?

 

Der Gold-Preis zeigt sich am Montagmorgen schwach und dreht in Richtung 1.850 US-Dollar ab. Ein Schlusskurs unter diesem Niveau eröffnet Abwärtspotenzial in Richtung 1.800 US-Dollar. Bei einer einsetzenden Stabilisierung auf den unteren Niveaus, können neue Käufe in das langfristige Depot getätigt werden.
 



Silber: Weiterhin stabil!
 

Silber zeigt sich stärker als Gold, was auch an einem Gold-Silber-Verhältnis von 67 abzulesen ist. Erst ein Schlusskurs unter 27 US-Dollar läutet hier die Korrektur ein.
 



DAX: Läuft!
 

Der DAX läuft sehr schön nach oben, mehr muss man dazu aktuell nicht schreiben.
 



Bitcoin: Die Spannung steigt!
 

Der Bitcoin hat 50 Prozent seines Anstiegs ausgehend vom Tief im März 2020 korrigiert. Nun kommt es zu einer Gegenbewegung die für den weiteren Verlauf entscheidend ist. Ein deutlicher Anstieg über 40.000 US-Dollar dürfte die Korrektur abschließen. Kommt es nicht dazu, entwickelt sich ein Abwärtstrend.
 


 


Chart der Woche:
Wer leidet unter der Mindest-Steuer?

 


Der heutige Chart zeigt dir, wie viele Unternehmen in einem Land weniger als 15 Prozent an Steuern bezahlen. Dies ist der Schwellwert, den die G7 bei ihrem Treffen als globalen Mindeststeuersatz fordert.


Vor allem US-Unternehmen (151) untertreffen dieses Level. In Deutschland sind es gerade einmal 5 Unternehmen. Insgesamt dürften von der neuen Steuer vor allem die Tech-Giganten betroffen sein, die auch 32 Prozent der Marktkapitalisierung ausmachen.
 

Quelle: twitter.com/DuncanLamont2


 


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Bis zur nächsten Woche,

 

Dein Sebastian

Sebastian Hell | Hell-Investiert.de

 

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