Gold vor großem Käufer-Ansturm?

Lieber Leser,

in der letzten Woche hatte ich folgendes über Gold in meiner Kurz-Analyse geschrieben:

„Der Goldpreis erreichte in der letzten Woche in Euro gemessen ein neues Allzeithoch. Aktuell kämpft der Kurs um die psychologisch wichtige Marke von 1.400 US-Dollar. Getrieben von Unsicherheiten (Handelsstreit USA vs. China, Rezessionsängste in Deutschland, Unruhen in Hongkong, Zinssenkungen, Negativzinsen) steigt der Goldkurs derzeit unaufhaltsam an.

Aus meiner Erfahrung heraus weiß ich, dass einem derart steilen Anstieg, wie wir ihn seit Juni 2019 erlebt haben, immer eine heftige Korrektur folgt. Lass Dich davon nicht verunsichern und kaufe nach. Gold scheint seine 6-jährige Konsolidierung überwunden zu haben und besitzt viel Kraft auch in den kommenden Jahren neue Höchststände zu erreichen!“

Die von mir erwähnte Korrektur kam prompt und der Kurs rauschte nach unten. Lass Dich davon jedoch nicht verunsichern, sondern nutze derartige Rücksetzer um Deine Bestände auszubauen!

Steigen bald die Großen ein?

Weltweit gibt es derzeit etwa 6.500 Hedge-Fonds, die ein globales Vermögen von 2,9 Billionen Euro verwalten. Derartige Fonds werden von Fonds-Managern gesteuert, die versuchen, durch die rechtzeitige Erkennung von Trends in den Finanzmärkten Geld zu verdienen.

Einen Hedge-Fonds kannst Du Dir als eine Art Vermögensverwalter vorstellen, der in der Regel Gelder von sehr vermögenden Personen oder Unternehmen einsammelt und damit eine bestimmte Strategie verfolgt. In der Regel ist der Fonds-Manager sehr frei in seinen Entscheidungen und kann auf das gesamte Universum der Finanzprodukte und Derivate zugreifen. Er hat keine großen Auflagen wie der Manager eines klassischen Fonds.

Hedge-Fonds-Manager suchen nach Gelegenheiten um Geld zu verdienen, die sich derzeit im Goldmarkt anbieten. Der Ausbruch und starke Aufwärtstrend seit Juni dieses Jahres bringt viele charttechnisch-orientierte Fonds auf den Plan.

Von den oben erwähnten 6.500 Hedge-Fonds, sind derzeit lediglich 132 in Gold investiert. 35 von den 132 investieren basierend auf fundamentalen Daten, wie eine Studie der CPM Group zeigt. Der Rest ist rein technisch orientiert. Das bedeutet, dass diese Fonds-Manager nur kaufen, wenn sich Trends entwickeln und ein größerer Ausbruch stattfindet wie beispielsweise auf Mehrjahres- oder Allzeithochs.

Genau eine derartige Situation haben wir gerade bei Gold und daher könnten große Anlagegelder in Gold fließen und den Preis weiter beflügeln, wenn die Hedge-Fonds Branche auf den Trend aufspringt. Doch damit nicht genug!

Big Player haben kaum Geld in Gold investiert!

Die nachfolgende Grafik zeigt Dir wie viel Geld derzeit nur in den USA von Vermögensverwaltern oder Fonds verwaltet wird. 50,2 Billionen sind allein in den 30 größten Anlagefonds investiert. Weitere 44 Billionen liegen in Pensionsfonds. Es gibt etliche weitere Fonds, Unternehmen und Vermögensverwalter die hohe Anlagegelder verwalten. Diese sind in ihren Entscheidungen zwar nicht so frei wie ein Hedge-Fonds. Dennoch dürfen diese Großanleger oftmals zur Absicherung auch in Gold investieren.

Quelle: www.goldsilver.com


Sobald es bei den oben aufgezeigten „Riesen“ zu einer Verschiebung der Anlagergelder kommt, sind enorme Preisanstiege möglich. Der Goldmarkt ist zu gering und die jährliche Goldproduktion lag 2018 nur bei etwa 80 Milliarden US-Dollar. Insgesamt gibt es weltweit nur Gold für etwa 1 Billion US-Dollar.

Sollten nur die oben aufgezeigten Finanzunternehmen (es gibt weltweit viele mehr) 2% ihrer Anlagegelder in Gold investieren wollen, sind dies bereits 2,64 Billionen US-Dollar. Deutlich mehr als es überhaupt derzeit an Goldwerten gibt (nur 1 Billion US-Dollar).

In meinen Augen hat Gold somit langfristig sehr gute Aussichten deutlich weiter zu steigen, auch wenn es immer wieder Rücksetzer geben wird und muss. Ich bin überzeugt, dass wir nach einer mehrjährigen Durststrecke bei Gold nun vor dem Beginn eines neuen Aufwärtstrends stehen!


Mein Blick auf die Märkte:
Was hat sich bei Gold, Silber & DAX getan?

Gold: Kleiner Rücksetzer!

Nach Erreichen eines Allzeithochs in Euro bei deutlich über 1.400 Euro pro Unze, kam der Goldpreis wieder zurück. Der Aufwärtstrendkanal seit Juni ist weiterhin intakt. Allerdings glaube ich, dass dieser bald gebrochen werden wird, da er zu steil verläuft.

Gold stieg seit Juni von 1.150 Euro auf 1.400 Euro. Dieser Anstieg von 21,7% muss erst einmal verdaut werden. Ich werde eine Seitwärtsbewegung oder einen Rücksetzer nutzen um nachzukaufen. Sobald ich aktiv werde, lasse ich es Dich auf jeden Fall wissen.


Silber: Trend-Bruch?

In der letzten Ausgabe hatte ich Dir bei Silber drei Aufwärtstrendlinien eingezeichnet. Die ganz steile Linie (die ich nicht mehr im Chart anzeige) wurde nach unten durchbrochen. In einem Artikel habe ich dann gelesen, der Aufwärtstrend sei gebrochen.

Lass Dich von solchen Aussagen nicht verunsichern. Silber ist sehr steil angestiegen. In der Spitze von Juni bis zum Hoch Anfang September sogar um deutlich über 33 Prozent. Ein Rücksetzer und eine Verschnaufpause sind notwendig.


DAX: Immer höher?

Mit meiner DAX-Analyse lag ich richtig, dass nach einer Konsolidierung nun der Anstieg erfolgt. Auf Widerstand könnte der DAX oberhalb von 12.400 stoßen. Dennoch ist der deutsche Aktienmarkt derzeit beflügelt von einer möglichen Verhinderung eines „No-Deal-Brexit“ sowie der Aussicht auf Zinssenkungen in den USA.

Des Weiteren sind inzwischen alle deutschen Staatsanleihen im Negativbereich gelandet. Aktien sind damit alternativlos und es werden zukünftig noch viel mehr Gelder in Aktien umgeschichtet werden müssen, um überhaupt Rendite zu erwirtschaften.


Chart der Woche:
Immobilien steigen immer?

In meinem Video von Sonntag mit dem TitelWenig Geld? So kannst Du in Immobilien investieren!hatte ich Dir versprochen, dass ich einen interessanten Chart präsentieren werde. Dabei handelt es sich um den „Index für Wohn- und Gewerbeimmobilien“, herausgegeben und berechnet von der bulwiengesa AG. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Datenauswertung rund um den Immobilienmarkt.

Die untenstehende Grafik zeigt eindrucksvoll wie stark Wohn- aber auch Gewerbe-Immmobilien in den letzten Jahren gestiegen sind. Trotzdem muss man wissen, dass es in den Neunziger und auch Anfang der 2000-er Jahre durchaus Einbrüche gab. Würde man den untenstehenden Daten die Inflation noch gegenüberstellen, zeigen sich in den Neunzigern sogar deutlich gravierendere Einbrüche.

Quelle: www.bulwiengesa.de


Mit dieser Darstellung möchte ich Dich dafür sensibilisieren, dass Immobilien sehr wohl auch Preiseinbrüche kennen und nicht nur steigen, wie wir es seit 2009 haben. Behalte dies bitte bei Deinen Investments im Hinterkopf und kalkuliere jeden Immobilien-Kauf so solide, dass Du auch bei einem Preisrückgang nicht in eine Schieflage gerätst. Die Bank kann und darf Nachforderungen an Dich stellen, sofern der Wert Deiner Immobilie unter den Kreditbetrag fällt!


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Bis zur nächsten Woche,

Dein Sebastian

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