Crash an den Märkten - Wie geht es nun weiter?
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Lieber Leser,
 

am Montag als ich diese Ausgabe gegen Mittag schreibe, herrscht an den Börsen regelrechte Panik. Der DAX war zwischenzeitlich fast 10 Prozent im Minus und die US-Märkte notieren „limit down“. Das bedeutet, dass der maximal mögliche Kursrückgang, den die Börse erlaubt, erreicht ist.


Diese Regelung sorgt in den USA dafür, dass sich die Gemüter beruhigen können und es erst am nächsten Tag wieder weiter fallen kann, falls sich keine Käufer entscheiden sollten doch noch einzusteigen.


Ich habe Dir in meinem vorletzten VideoCrash bei Aktien & Gold! Jetzt KAUFEN?gezeigt wie ich derzeit mit der Situation umgehe. Vor allem spreche ich in dem Video darüber wann ich nachgekauft habe und wie ich zu Gold stehe.


Mein letztes Video von Sonntag behandelt Silber und hat den TitelJetzt Silber kaufen?. Darin spreche ich vorwiegend über das extrem aus dem Lot geratene Gold-Silber-Verhältnis (aktueller Wert: 100!!!) und wie ich damit umgehe, beziehungsweise welche Chancen sich daraus ergeben können.


Am Mittwoch werde ich Dir berichten, wie ich mit dem weiteren Abverkauf von Montag umgehe und welche Aussichten ich für die kommende Entwicklung der Märkte habe. Nun geht es jedoch wie versprochen mit der Frage weiter, ob Silber als Krisenvorsorge für eine Pandemie etwas nützt.
 

Wie gut ist Silber während einer Pandemie?
 

Die Analysten von „First Macro Capital“ haben sich die Mühe gemacht, frühere Pandemien und deren Auswirkungen auf den Silberpreis näher zu analysieren. Dabei wurde die wissenschaftliche Frage in den Raum gestellt, ob Silber einen Vermögensschutz während einer großen Krankheitswelle bieten kann. Untersucht wurden dabei 4 große Krankheitsausbrüche.
 

Quelle: www.nejm.org


Die obenstehende Grafik zeigt die 4 analysierten Epidemien und dass diese in der Regel über einige Jahre verlaufen sowie in 2 bis 3 Wellen immer wieder aufgetreten sind. Dies als interessanter Fakt für die derzeitige Corona-Pandemie.


  Podcast-Tipp

 

Crash bei Gold! Warum?
 

Am Freitag den 28.02.2020 ist der Goldpreis so stark eingebrochen wie seit 2013 nicht mehr. Besonders verwirrend für viele Anleger ist, dass die Börse in derselben Woche um 12 Prozent gefallen sind. Ist Gold somit nicht mehr geeignet für eine Depot-Absicherung vor einem Crash? Genau dieser Frage gehe ich nach...


Höre Dir jetzt meinen Podcast dazu an:


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Wie hat sich Silber geschlagen?


Während der Pandemie von 1889 bis 1992 in London, konnte der Silberpreis zunächst zulegen und 1890 ein Hoch von 1,06 US-Dollar erreichen. Mit dem weiteren Verlauf und der deutlich gestiegenen Sterblichkeitsrate, gab der Kurs dann jedoch nach und fiel unter den Ausgangswert vor der Pandemie.


Die Spanische Grippe konnte Silber besser „überstehen“. Es stieg von 0,90 US-Dollar bis auf ein Hoch von 1,36 US-Dollar, musste dann jedoch wieder einen Teil der Gewinne abgeben.
 

Quelle: www.firstmacrocapital.com


Beim nächsten Ausbruch von 1957 bis 1963 stieg Silber von 0,91 US-Dollar bis auf ein Hoch von 1,31 US-Dollar zum Ende der dritten Welle hin. Allerdings zeigte sich Silber während der ersten beiden Wellen nicht beeindruckt und stagnierte.


Die Pandemie in England und Wales von 1968 bis 1970 zeigt ein gemischtes Bild. Zuerst gab Silber von 2,34 Dollar bis auf 1,98 Dollar nach. Anschließend wurde eine Rallye bis auf 2,75 Dollar gestartet, die dann jedoch zum Erliegen kam. Während der dritten Ausbruchswelle gab Silber bis auf 1,69 US-Dollar nach.
 

Quelle: www.firstmacrocapital.com


Zusammenfassend kann man festhalten, dass historisch gesehen Silber sehr durchwachsene Resultate lieferte. Teilweise konnte Silber im Wert zulegen, teilweise gab es kaum Unterschiede zum Ausgangswert vor der Pandemie. In jedem Fall musste damit gerechnet werden, dass Silber während einer Pandemie auch fallen kann.


Dies liegt an der nachlassenden Nachfrage aus dem industriellen Sektor. Wer auf Silber zur Absicherung setzt, sollte darüber Bescheid wissen und keine Panikverkäufe durchführen, nur weil Silber nachgibt.


Ich persönlich würde zur Krisenvorsorge verstärkt auf Gold setzen. Dieses unterliegt keiner großen industriellen Nachfrage und dient dadurch perfekt dem Werterhalt. Ich habe bewusst bei meiner Untersuchung Gold während der 4 Pandemien nicht aufgeführt, da es bis 1975 nicht frei gehandelt werden konnte.


 


Mein Blick auf die Märkte:
Was hat sich bei Gold, Silber & DAX getan?

 


Gold:
Gut erholt!

 

Gold hat sich von seinem massiven Abverkauf Ende Februar gut erholt. Neue Mehrjahreshochs in US-Dollar konnten erreicht werden. Wichtig ist nun, dass die psychologische Marke von 1.700 US-Dollar fällt, dann entsteht Kurspotential in Richtung neuer Allzeithochs.
 



Silber:
GSR bei 100!
 

Das Gold-Silber-Ratio (GSR) hat einen historischen Wert von 100 am Montag erreicht. Silber ist extrem schwach und dies nicht ohne Grund. Die industrielle Nachfrage, die bei Silber 50% ausmacht, drückt auf den Preis. Eine Chance für hartgesottene Silberinvestoren nachzukaufen.
 



DAX:
Falsche Antwort!
 

In der letzten Ausgabe hatte ich mich gefragt, ob der Abverkauf beim DAX nun beendet sei. Ich hatte nach unten im Extremfall ein Kursziel von 11.000 Punkten gesehen. Am Montag wurde ich mit einer Eröffnung weit unter 11.000 Punkten eines Besseren belehrt. Die Aktienbörsen übertreiben derzeit regelrecht auf der Unterseite.


Ich kann mir auf den aktuellen Niveaus eine Bodenbildung vorstellen, aber nur, wenn sich die derzeitige Formation richtig ausbildet (Stichwort: Blow Off Bottom). Mehr Infos dazu kann ich Dir erst in der kommenden Ausgabe geben.
 


 


Chart der Woche:
Langfrist-Investoren liegen meist richtig!

 


Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) hat eine interessante Grafik veröffentlicht. Darin wurde die Entwicklung Schweizer Aktien über 10-Jahres-Zeiträume seit 1929 analysiert.


Das Ergebnis ist, dass man über einen Zeitraum von 10 Jahren in der Regel mit positiven Durchschnittsrenditen rechnen durfte. Ausnahme ist die Periode von 1929 bis 1939.
 

Quelle: www.nzz.ch


Mit dieser Grafik will ich Dir Mut machen, dass man als langfristiger Aktienanleger meist auf der richtigen Seite ist und Gewinne einfährt. Allerdings zeigt sich auch, dass die Jahresrenditen von jährlich 11,8 Prozent (1949 bis 1959) auf nur 1,4 Prozent (1999 bis 2009) schwanken können. Verluste sind jedoch für langfristige Anleger eher selten.


 


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Bis zur nächsten Woche,

 

Dein Sebastian

Sebastian Hell | Hell-Investiert.de

 

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