Das macht mir Angst!
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Lieber Leser,
 

ich bin seit einigen Wochen etwas pessimistisch was den Herbst anbelangt. Die Aktien-Märkte sind in diesem Jahr bereits sehr gut gelaufen (DAX +15%, EuroStoxx +19%, S&P +20%, Nasdaq +21%) und nichts scheint den Märkten in irgendeiner Form gefährlich werden zu können.


Selbst die Tapering-Diskussion (Verringerung der Anleihen-Käufe) bei der FED und EZB scheinen keine Korrektur zu verursachen. Warum? Weil die Reduktion des Kaufprogramms als so gering eingeschätzt wird, dass es die Marktteilnehmer wahrscheinlich kaum merken werden.


Schon jetzt ist so viel Geld im System, dass die Banken gar nicht mehr wissen wohin damit. Dies zeigt sich eindrucksvoll an den Reverse-Repo-Geschäften der FED. Der nachfolgende Chart verdeutlicht das Volumen (fast 1,2 Billionen US-Dollar) welches über Nacht bei der US-Notenbank geparkt wird. Banken und Fonds schwimmen in dermaßen viel Geld, dass sie nicht wissen wohin damit. Dies ist ein deutliches Signal für zu viel Kapital im Markt.
 

Quelle: www.godmode-trader.de


Ebenso beeindruckend im Zusammenhang mit dem vielen Geld ist die Entwicklung der Wertpapierkredite in den USA.
 

Quelle: www.roberthalver.de


Der enorme Anstieg des S&P 500 von März 2020 bis heute wurde durch spekulative Käufe getrieben. Fast 400 Milliarden US-Dollar an neuen Wertpapierkrediten wurden ausgegeben, damit Anleger auf Pump Aktien kaufen können. Eine extrem gefährliche Entwicklung wie ich finde.


Wundere Dich daher nicht, wenn es im Herbst einen Katalysator gibt, der die Märkte zu einer größeren Korrektur (15 bis 25 Prozent) zwingt. Der Auslöser könnte ein Taper-Tantrum (Wutanfall der Märkte auf Verringerung der Liquidität), schwaches Wachstum in China, explodierende Inflationsraten oder eine Zunahme der Infektionen durch Covid-19 sein.


  Mein Podcast-Tipp:

 

Multi-Milliardär: "Bitcoin geht auf 0"
 

Die bekannte Hedge-Fonds-Legende John Paulson hat sich in einem Interview äußert kritisch zum Bitcoin und sehr positiv zu Gold geäußert. Der Bitcoin sei für ihn keine adäquate Anlageform und vom Wert her wertlos. Starke Worte in Richtung der Krypto-Gemeinschaft und Grund für mich, mich mit den Aussagen näher zu beschäftigen und Gold mit dem Bitcoin zu vergleichen. Natürlich verrate ich Dir auch, welchen der beiden Werte ich bevorzuge und wie ich derzeit bei beiden investiert bin.


Höre Dir jetzt meinen Podcast dazu an:


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Mein Blick auf die Märkte:
Was hat sich bei Gold, Silber,
DAX & dem Bitcoin getan?

 


Gold: Nicht schon wieder...

 

Hoffen wir, dass der Gold-Preis nicht zum dritten Mal an der Marke unterhalb von 1.850 US-Dollar scheitert. Für die Bullen ist es wichtig, dass wir einen Schlusskurs über der Widerstandszone bekommen. Dann ist der Weg in Richtung 1.900 US-Dollar, sowie danach auf 1.955 US-Dollar frei.
 



Silber: Es geht los!
 

Die Bodenbildung ist abgeschlossen und Silber konnte am Freitag einen tollen Anstieg verzeichnen. Das Gold-Silber-Verhältnis besserte sich etwas und bei einem Schlusskurs über 25 US-Dollar ist der Weg in Richtung 26,50 US-Dollar frei.
 



DAX: Langweilig!
 

Der DAX zeigt sich relativ langweilig. Nach wie vor fehlt ein neuer Impuls. Möglicherweise belastet die drohende Mehrheit von Rot-Rot-Grün die Käufer deutscher Aktien. Diese wurden in den letzten Jahren seitens der Politik nicht verwöhnt, aber eine Koalition aus SPD, Grünen und LINKE wäre ein weiterer deutlicher Rückschlag für die Wirtschaft.
 



Bitcoin: Ausbruch geglückt!
 

Der Bitcoin hat den Ausbruch über die Marke von 50.000 US-Dollar geschafft. Dies zeigt, dass die Käufer wieder da sind und den Kurs antreiben. Alles sieht positiv für den weiteren Verlauf aus. Ein Angriff der alten Hochs über 60.000 US-Dollar erscheint nun realistisch.
 


 


Chart der Woche:
Was waren das noch für Zeiten!

 


Der heutige Chart der Woche erinnert an alte Zeiten als es noch so etwas wie einen Zins gab. Du siehst in weiß die Entwicklung der Zinsen in Deutschland (zuerst für die Bundesbank, dann für die EZB in der Gesamt-EU). Gelb ist die Entwicklung der deutschen Inflationsrate.


Bis 2007 hatte man noch versucht die Inflation mit dem Zins zu bekämpfen und wenn möglich sogar den Zins ÜBER die Inflationsrate zu heben. Danach gab man diesen Kampf auf und die Inflation kletterte munter über das Zinsniveau der EZB (negativer Realzins) und blieb dort. Besonders krass zeigt sich dies aktuell bei einem Null-Zins in Verbindung mit fast 4 Prozent Inflation!
 

Quelle: www.grizzle.com


 


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Bis zur nächsten Woche,

 

Dein Sebastian

Sebastian Hell | Hell-Investiert.de

 

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