Jetzt schon wieder kaufen? + Meine neuesten Videos...
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Lieber Leser,
 

heute erhältst Du aus terminlichen Gründen ausnahmsweise meinen Report schon einen Tag früher:


Zwei Zahlen haben die letzte Woche dominiert: 250 und 280. 250 Milliarden war der Wert, den Facebook binnen eines Handelstags verloren hat. Dies war gleichzeitig auch der größte Verlust an Marktwert, den ein Unternehmen je zu verzeichnen hatte binnen eines Tages. 280 Milliarden war die Summe, die Amazon an einem Tag an Wert zulegen konnte und stellt ebenfalls einen neuen Rekord dar.


Du siehst, die Schwankungen an den Märkten sind unglaublich. Selbst große Tech-Giganten mit einer Billionen-Bewertung bewegen sich erratisch wie Pennystocks. So ein Umfeld verunsichert Anleger, da man nicht weiß was richtig ist – kaufen oder verkaufen?


Ich kann Dich allerdings beruhigen. Jeder der Zeit übrig hat (10 Jahre und mehr) kann sich das Spektakel an den Märkten gelassen ansehen. Wir sehen derzeit eine Neubewertung der Inflations- und Zins-Situation an den Märkten. Die FED wurde falkenartiger und erhöht den Leitzins schon im März. Die EZB wacht so langsam auf und will ebenfalls restriktiver werden, wenn auch auf einem sehr niedrigen Niveau, verglichen mit der FED. Eine Zinserhöhung könnte erst im 3. oder 4. Quartal anstehen und dann auch wahrscheinlich nur um 0,25 Prozent.


Dennoch merken die Märkte, dass ein neuer Wind weht und die Liquiditätszufuhr zumindest etwas verknappt wird. Trotzdem zeigt die Geschichte, dass die Aktien-Märkte sehr gut mit steigenden Zinsen umgehen können. Steigende Zinsen bedeuten in der Regel, dass die Wirtschaft wächst und man die Liquidität verknappen kann. Zumindest am Anfang eines Zinserhöhungs-Zyklus trifft dies zu, weswegen die Renditen an den Aktien-Märkten während Zinserhöhungs-Zyklen positiv sind.


Erst ab einem gewissen Punkt, wenn die Notenbanken die Zinsschraube überdrehen, bricht die Wirtschaft zusammen und wir gelangen in eine Rezession. In dieser befinden wir uns derzeit nicht, müssen aber genau beobachten, ob der wichtige Indikator zwischen kurz- und langlaufenden Anleihen sich invertiert. Das heißt, dass Kurzläufer in der Rendite höher notieren als Langläufer, dies würde eine Rezession in 12 bis 18 Monaten andeuten.
 

Quelle: www.nzz.ch


Oben siehst Du, dass die Renditen der langlaufenden Anleihen sich denjenigen der kurzlaufenden Anleihen annähern. Noch ist nichts passiert und der Trend kann sich wieder umkehren. Wird jedoch die Nulllinie durchbrochen, haben wir ein ernstzunehmendes Rezessions-Signal. Bisher gilt jedoch noch Entwarnung.


Nun zurück zur eigentlichen heutigen Frage: Jetzt schon wieder kaufen? Es gibt einzelne Aktien, die extrem abgestraft wurden. So beispielsweise Facebook, welche bei einem KGV von 17 (Stand: Freitag, 04.02.2022) notiert. PayPal ist ein ähnlicher Kandidat, der stark verkauft wurde. Beide Unternehmen sind Cash-Flow-Maschinen und wurden aufgrund ihrer Ausblicke hart abverkauft.


Es stimmt, dass den beiden die Konkurrenz im Nacken sitzt, aber man darf nicht vergessen, dass dies auch zu Innovation zwingt. Daher macht es Sinn auf Umkehrsignale bei guten Tech-Werten zu warten und zuzugreifen.


Wo ich allerdings sehr vorsichtig wäre, sind unprofitable Tech-Werte deren Gewinne viele Jahre in der Zukunft liegen und die seit Jahren nur Geld verbrennen. Aufgrund der Liquiditätsverknappung im Markt werden Anleger selektiver.


Ich rechne damit, dass viele Anleger-Lieblinge (gerade viele Werte im ARK-Fonds von Cathie Woods) sehr leiden werden. Die Höhenflüge der letzten Jahre dürften Geschichte sein. Das Umfeld wird schwieriger und nicht mehr alles steigt wie verrückt, daher wird es umso wichtiger seine Hausaufgaben zu machen, um gute Werte zu finden, von denen es mittlerweile einige gibt bei denen ein Nachkauf lohnt.


Kurz gesagt: Aktuell sehen wir einen darwinistischen Selektionsprozess in den Aktien-Märkten und gleichzeitig sehr gute Kauf-Chancen bei soliden Werten.


  Mein Podcast-Tipp:

 

Wann steigt Gold endlich?
 

Gold hat bisher nicht wirklich geglänzt und das obwohl das fundamentale Umfeld sehr positiv ist. Erst vor wenigen Tagen wurden neue Daten zur Angebots- und Nachfrage-Situation gemeldet und die haben es in sich! Ich analysiere die Daten für Euch und gebe natürlich meine Einschätzung wieder, was passieren muss, dass Gold endlich steigt.


Höre Dir jetzt meinen Podcast dazu an:


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Mein Blick auf die Märkte:
Was hat sich bei Gold, Silber,
DAX & dem Bitcoin getan?

 


Gold: Weder Fisch noch Fleisch!

 

Positiv: Gold hat es wieder über die wichtige Marke von 1.800 US-Dollar geschafft. Negativ: Das Momentum ist komplett aus dem Edelmetall heraus. Wir befinden uns wieder in der Warteposition ob ein Ausbruch in Richtung 1.850 US-Dollar bald gelingt oder nicht. Das Edelmetall hält sich in Anbetracht des Liquiditäts-Entzugs wacker, aber das ist auch alles.
 

Quelle: www.tradingview.com


Silber: Unterstützung hält!
 

Silber ist an der Unterstützungszone angekommen, die den Einbruch gebremst hat. Nach wie vor zeigt sich Silber schwächer als Gold, was sich am Gold-Silber-Verhältnis gut ablesen lässt. Auch hier gilt: Abwarten. Rücksetzer unter 20 US-Dollar sind für Käufer interessant.
 

Quelle: www.tradingview.com


DAX: Die alte Leier!
 

Beim DAX zeigt sich eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung. Erst ein Einbruch unter 14.800 Punkte wird interessant. Dann sollte es deutlich tiefer gehen bis auf 13.800 Zähler. Wir werden schon bald sehen, ob die Märkte ihre Korrektur beendet haben oder nicht.
 

Quelle: www.tradingview.com


Bitcoin: 40k müssen halten!
 

Die Marke von 40.000 US-Dollar wurde zurückerobert und muss nun gehalten werden. Krypto-Währungen wie der Bitcoin leiden extrem unter dem Liquiditäts-Entzug durch die Notenbanken. Kommen die „neuen Währungen“ mit dieser Situation zurecht und brechen nicht weiter ein, wäre dies ein deutlicher Beweis von Stärke.
 

Quelle: www.tradingview.com


 


Chart der Woche:
Führungsschwäche?!

 


Heute habe ich anstelle eines Charts eine Überschrift für Dich dabei. Joe Biden verhandelt mit Katar über Flüssiggas für die EU. Kommt dies nur mir komisch vor oder sollte es nicht heißen „Von der Leyen verhandelt mit Kater über Flüssiggas für die EU“. Neben einem absoluten Führungschaos innerhalb der EU, müssen nun auch noch die Amerikaner für uns Gaslieferungen verhandeln und sichern. Da fehlen mir die Worte...
 

Quelle: www.n-tv.de

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte:
Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Kommentars investiert: Gold, Silber, Bitcoin, DAX, Facebook (Meta) & PayPal


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Bis zur nächsten Woche,

 

Dein Sebastian

Sebastian Hell | Hell-Investiert.de

 

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