Aktien auf Allzeithochs! Kann das gut gehen?
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Lieber Leser,
 

viele bekannte Aktien-Indizes haben vor Ostern neue Allzeithochs erreicht. Der DAX stieg auf über 15.000 Punkte, der S&P 500 auf über 4.000 Zähler und der Dow Jones konnte ebenfalls auf mehr als 33.000 Punkte zulegen. Während sich die einen über die Kursgewinne freuen, häufen sich die mahnenden Stimmen.


„Das kann nicht gut gehen“, las ich vor Kurzem in einem Kommentar. Und ja, auf den ersten Blick erscheint es total paradox, dass die Aktien-Märkte von Allzeithoch zu Allzeithoch eilen, während Teile der Wirtschaft immer noch brach liegen. Doch diese Analyse des Ist-Zustands ist falsch.


An der Börse wird die Zukunft gehandelt. Die Finanz-Märkte blicken meist 6 bis 12 Monate in die Zukunft und diese Aussichten sind bombastisch! Joe Biden hat 1,9 Billionen US-Dollar in Form eines Fiskal-Pakets in den Konsum gepumpt. Weitere 2 bis 4 Billionen US-Dollar werden folgen, diesmal jedoch als Investitions-Paket in die marode Infrastruktur der USA.


Auch die EU kleckert nicht, sondern klotzt. Viele weitere Industrie-Nationen machen es ähnlich und schnüren Hilfs-Pakete was das Zeug hält. Die Auswirkungen zeichnen sich bereits in den Prognosen der Ökonomen ab. Für die USA werden Wachstumsraten für 2021 zwischen 6 und 8,5 Prozent erwartet.


Ein derartiger US-Turbo hat auch Auswirkungen auf die restliche Welt. Europa, Großbritannien und viele andere Länder profitieren von den enormen US-Investitionen sowie den heimischen Konjunktur-Programmen. Wachstumsraten, wie wir sie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben, werden 2021 und 2022 die Folge sein.


Dies führt natürlich zu einer euphorischen Stimmung an den Börsen. Gewinn-Prognosen werden nach oben korrigiert und die Aktien-Rückkäufe vieler Unternehmen (ein großer Treiber der Rallye in den USA) laufen wieder auf Volllast.


Kritiker mahnen zurecht, dass das viele Geld früher oder später zu einer erhöhten Inflation führen wird. In der Tat signalisieren die Zins-Märkte steigende Inflations-Erwartungen für die kommenden Jahre. Doch sollten die Zinsen zu stark steigen, wird es zu Eingriffen der Notenbanken kommen. Die EZB hat ihre Anleihen-Käufe bereits beschleunigt, um die Zinskurve niedrig zu halten.


Meine Prognose ist daher, dass die Aktien-Märkte weiter steigen werden. Viel weiter als viele es sich vorstellen können. Trotzdem wird ein Crash am Ende unvermeidbar sein! Davor habe ich jedoch keine Angst. Bisher war jeder Crash in den letzten 100 Jahren eine perfekte Kaufgelegenheit für Aktien. Man muss nur die Nerven haben, dann bei guten und soliden Unternehmen einzusteigen.


Dazu passend ist auch mein VideoBanken-Crash durch Hedgefonds-Pleite?zur jüngsten Groß-Pleite eines US-Hedgefonds.


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Mein Blick auf die Märkte:
Was hat sich bei Gold, Silber,
DAX & dem Bitcoin getan?

 


Gold:
Nerven-Test!

 

Vielen Gold-Fans dürfte letzten Dienstag das Herz in die Hose gerutscht sein. Der Gold-Preis fiel deutlich unter die Marke von 1.700 US-Dollar und danach weiter in Richtung 1.650 US-Dollar.


Kurz darauf kam es zu einer Erholung und inzwischen zeigt Gold einen deutlichen Doppel-Boden, der als Umkehr-Formation gewertet werden kann. Gelingt ein Ausbruch über 1.750 US-Dollar, geht die Reise wieder gen Norden.
 



Silber:
Es nagt...
 

Silber nagt an der Schwelle zur 25 US-Dollar-Marke. Inzwischen hat sich eine breite Unterstützungszone um den Bereich von 24 US-Dollar ausgebildet. Ähnlich wie bei Gold, muss Silber weitere Stärke zeigen. Dann sind die alten Kurshochs bei 30 US-Dollar wieder realistisch.
 



DAX:
Immer weiter!
 

Der DAX hat seine Schwächephase endlich abgelegt und erreicht fortwährend neue Allzeithochs. Das ist positiv. Die alten Schwergewichte im DAX profitieren weiterhin von einer Sektor-Rotation und der deutsche Leit-Index wird nach oben gezogen. Mehr gibt es dazu nicht zu schreiben.
 



Bitcoin:
Ich lag richtig!
 

Wie in der Vorwoche richtig prognostiziert, dreht der Bitcoin bei 53.000 US-Dollar und steht nun wieder knapp vor der Marke von 60.000 US-Dollar. Charttechnisch zeigt sich hier ein Widerstand. Jedoch ist der Bitcoin-Zug derart in Fahrt, dass ich nicht damit rechne, dass die Marke zu einer größeren Hürde werden wird.
 


 


Chart der Woche:
Neuer Zins-Druck?

 


Die untenstehende Grafik zeigt dir das Guthaben des amerikanischen Finanz-Ministeriums bei der US-Notenbank FED. Du kannst es dir so vorstellen, dass das Finanz-Ministerium wie jeder andere auch, ein Konto hat.


Viele Jahre lang lagen die Einlagen zwischen fast 0 und maximal 500 Milliarden US-Dollar. Im letzten Jahr hat sich das Finanz-Ministerium kräftig mit Geld vollgesogen und viele Anleihen abgegeben, die die FED aufgekauft hat. Das Konto wurde prall gefüllt und stieg auf 1.800 Milliarden US-Dollar an.


Teile dieses gigantischen Geldbergs wurden in den letzten Wochen abgetragen, da Zahlungen fällig waren. Weitere Abflüsse sind zu erwarten und dann wird es spannend! Das Finanz-Ministerium muss sich bald wieder am Anleihen-Markt bedienen.


Die große Frage wird dann sein, wie die Zinsen darauf reagieren? Schon ohne große Aktivitäten der US-Regierung haben die US-Zinsen ein Niveau von 1,7 Prozent erreicht. Was passiert, wenn auf einmal große Mengen an neuem Geld nachgefragt werden? Steigen die Zinsen dann weiter? Oder greift die FED beherzt ein? Wir werden es sehen...
 

Quelle: www.wolfstreet.com


 


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Bis zur nächsten Woche,

 

Dein Sebastian

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