Macht euch keine Sorge!
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Lieber Leser,
 

in der letzten Woche wurden die jüngsten Inflationsdaten für Deutschland gemeldet. Mit einem Wert von 4,1 Prozent fielen diese so hoch aus wie seit 1993 nicht mehr. An das Mantra, dass die Inflation nur temporär sei, daran haben wir uns bei den Notenbankern schon gewöhnt.


Doch nun stößt auch Norbert Walter-Borjans (SPD-Vorsitzender) ins gleiche Horn und sagt in einem Interview, dass er die Inflations-Ängste der Bevölkerung für unbegründet hält. Interessant, dass ein Sozialdemokrat zu solch einem Schluss kommt, wo doch Werte von über 4 Prozent jedwede Lohnerhöhungen auffressen und eigentlich eine (ehemalige) Arbeiter-Partei gerade Druck ausüben sollte, dass Millionen von Arbeitern und Sparern nicht über die Inflation enteignet werden!


Wie dem auch sei, an das Märchen der hohen Inflation aufgrund von Basis-Effekten glaube ich immer weniger. Die Mehrwertsteuer-Senkung im letzten Jahr hat zu einer Verzerrung geführt, das stimmt. Dennoch gibt es weitere Faktoren: Die Lieferketten sind nach wie vor extrem unterbrochen und die verfügbaren Waren steigen unaufhörlich im Preis.


Des Weiteren legen die Frachtraten enorm zu. Logistiker sichern sich inzwischen Container-Schiffe mit 1- bis 2-Jahresverträgen, um überhaupt Zugriff auf Schiffe zu bekommen. Diese deutlich gestiegenen Preise werden entsprechend auf den Verbraucher umgelegt werden müssen.


Außerdem sind die Preise bei Energie-Rohstoffen im extremen Steigflug. Kohle und Gas werden immer teurer, die Strompreise steigen und obendrauf legt Öl ebenfalls deutlich zu. Der Winter dürfte daher spannend werden, gerade was das Gas angeht.


Herrscht im Herbst und Winter eine Flaute, produzieren die Windräder viel weniger Energie als zu erwarten ist und dies erhöht den Druck auf den Gas-Preis umso mehr, vor allem in Anbetracht der leeren Lager innerhalb der EU.


Frankreich hat daher vorsichtshalber die Gas-Preise gedeckelt (soll heißen, der Staat übernimmt einen Teil des Anstiegs) damit die Wahlen im April nicht von vorhergehenden Ausschreitungen der Gelbwesten und einem deutlichen Zulauf zur Partei von Marine Le Pen überschattet werden.


Insgesamt ergibt sich für mich ein Bild, welches eine dauerhafte Inflation von deutlich über 2 Prozent vorhersieht.


  Mein Podcast-Tipp:

 

Diese Aktien jetzt kaufen?
 

Vor gut einem Jahr im April habe ich zum Kauf von Öl-Aktien geraten. Seither sind diese super gelaufen. Dennoch werde ich nicht verkaufen, da es eine Reihe guter Gründe gibt, dass Öl weiter steigen wird und warum gerade der Kampf gegen den Klimawandel Öl-Aktien weiter antreibt. Außerdem sehe ich mir die aufziehende Gas-Krise in Europa an, welche Aktien hiervon profitieren und ob Russland wirklich an den hohen Preisen Schuld ist.


Höre Dir jetzt meinen Podcast dazu an:


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Mein Blick auf die Märkte:
Was hat sich bei Gold, Silber,
DAX & dem Bitcoin getan?

 


Gold: Abwarten!

 

Es ging in der letzten Woche noch einmal etwas tiefer auf 1.720 US-Dollar. Dort kamen erneut Käufer in den Markt, die den Preis wieder über 1.740 US-Dollar hievten. Gold ist weiterhin angeschlagen und ich warte ab, ob wir eine Bodenbildung bekommen oder ob es noch tiefer geht.
 



Silber: Schwer angeschlagen!
 

Silber ist stark angeschlagen. Die Marke von 22 US-Dollar fiel, danach konnte sich das Metall allerdings wieder erholen. Trotzdem ist Silber noch lange nicht über den Berg, weitere Abverkäufe könnten folgen. Auch hier gilt es abzuwarten.
 



DAX: 15.000 Punkte im Fokus!
 

Das Niveau um 15.000 Punkte war bisher eine gute Umkehrzone. Dennoch ist der DAX ähnlich wie die Edelmetalle angeschlagen. Wir befinden uns in einer wichtigen Entscheidungszone: Stehen wir vor einem Top oder war es nur ein kurzfristiger Rücksetzer? Ergebnisse werden wir in den kommenden Wochen sehen.
 



Bitcoin: 50.000 US-Dollar im Visier!
 

Beim Bitcoin wurde der kurzfristige Abwärtstrend gebrochen. Die Käufer versuchen die wichtige Marke von 50.000 US-Dollar zurückzuerobern. Eines steht allerdings schon jetzt fest. Die frühere Dynamik ist aus dem Bitcoin heraus. Er tut sich viel schwerer beim Anstieg als noch vor ein paar Monaten. Generell ist das ganze übergeordnete Marktumfeld derzeit als schwach einzustufen.
 


 


Chart der Woche:
Sozialer Sprengstoff!

 


Heute habe ich einen etwas komplizierteren Chart für Euch dabei. Er zeigt die Entwicklung des Vermögens verschiedener Generationen in den USA und deren Anteil am Gesamtvermögen. Im Jahr 2021 hielt die Generation der Baby Boomer (1955-1964) gut 50 Prozent am Gesamtvermögen.


Die Generation X (1965 bis etwa 1980) hält 30 Prozent am Gesamtvermögen, hat aber aufgrund ihres Alters von im Schnitt 50 Jahren durchaus noch Zeit mehr Vermögen anzuhäufen aufgrund von Arbeitseinkommen und Verzinsung des bisherigen Vermögens (mit Verzinsung meine ich auch die Renditen des Aktien-Marktes, Immobilien, Edelmetalle usw.).


Die sogenannten Millennials (1980 bis 2000) konnten bisher aufgrund ihres noch jungen Alters nicht viel Vermögen aufbauen und machen nur 5% des Gesamtvermögens aus. Dies ist nicht schlimm, allerdings wurden die Baby Boomer und Generation X von extrem gut laufenden Aktien- und Immobilien-Märkten beglückt und konnten dadurch relativ einfach Vermögen aufbauen.


Bleibt eine derartige Boom-Phase aus, werden es die Millennials extrem schwer haben Vermögen außerhalb des Einkommens aufzubauen und könnten eine Generation werden, der es deutlich schlechter geht als der vorhergehenden, sowie ihren Eltern. Dies birgt auf jeden Fall Potential für sozialen Sprengstoff!
 

Quelle: twitter.com/MacroAlf


 


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Bis zur nächsten Woche,

 

Dein Sebastian

Sebastian Hell | Hell-Investiert.de

 

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