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Lieber Leser,
 

im letzten Report sowie im Video von Sonntag habe ich mich skeptisch geäußert was die weitere Entwicklung an den Märkten angeht. Statistisch gesehen können wir noch ein paar gute Monate vor uns haben, doch danach zeigen mehrere Indikatoren deutliche Warnsignale an.


Daher stellt sich die Frage ob es Sinn macht sein Depot abzusichern oder sogar vorher zu verkaufen?


Das Problem von Absicherungen oder eines Verkaufs der Bestände (ETFs oder Aktien) liegt darin, dass man versucht schlauer als der Markt zu sein. Diese Strategie, meist auch „Market Timing“ genannt, geht in der Regel schief.


Verkäufer schaffen es nach dem Einbruch (sofern er denn kommt) meist nicht mehr in den Markt zurück und verpassen die Aufwärtsbewegung. Absicherer haben ein ähnliches Problem, dass sie zwar bei Kursverlusten durch die Absicherung verdienen, jedoch bei Erholungen verlieren.


Ein gutes Beispiel ist der Verlauf des DAX. Wer als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine sein Depot abgesichert oder sogar verkauft hat, hat erst einmal die richtige Entscheidung getroffen, denn es ging steil bergab. Allerdings wurde danach die Aufwärtsbewegung verpasst oder nur teilweise mitgenommen. Vor allem der 8-Prozent-Gewinntag (siehe Markierung unten im Chart) dürfte bei vielen Absicherern und Verkäufern auf der sprichwörtlichen Strecke geblieben sein.
 

Quelle: www.tradingview.com


Du siehst also, dass man nicht nur den Ausstieg, sondern vor allem auch den Wieder-Einstieg genau planen muss und hieran dürften die meisten scheitern.


Ich selbst investiere mein Geld lieber diversifiziert und habe für Notfälle Gold und Silber im Depot sowie Staatsanleihen. Meine Strategie besteht daher in regelmäßigen Intervallkäufen sowie strategischen Nachkäufen bei größeren Rücksetzern. So gehe ich sicher, dass ich investiert bin, wenn es nach oben geht und nutze Rücksetzer zur Verbilligung. Allerdings und das sage ich auch ganz ehrlich, darf man bei Turbulenzen nicht in Versuchung kommen zu verkaufen. Geld an der Börse verdient man gemäß einem englischen Bonmot mit „time in the market“ nicht mit „timing the market“.


Wer dennoch auf fallende Kurse aus welchen Gründen auch immer setzen will, der sollte dies am besten mittels CFDs und/oder Terminkontrakten (Futures) tun. Diese Produkte sind meist fairer in der Preisstellung als Hebel-Zertifikate bei denen der Emittent sehr viele Faktoren zu seinen Gunsten beeinflussen kann.


Auch vor Short-EFTs warne ich regelmäßig. Diese sind zwar gut um sehr kurzfristig auf nachgebende Notierungen zu setzen. Allerdings hat dieses Produkt den Nachteil der Pfadabhängigkeit. Dies bedeutet, dass der Short-ETF immer nur die relative Bewegung nachvollzieht aber nicht die absolute.


Hier ein Beispiel: Angenommen der DAX steht bei 10.000 Punkten und fällt 500 Punkte oder 5 Prozent. Der Short-ETF würde dann 5 Prozent ins Plus steigen. Erholt sich am nächsten Tag der DAX wieder um 500 Punkte und notiert somit unverändert bei 10.000 Punkten, so ist der Short-ETF um 5,3 Prozent gefallen da 500 Punkte relativ gesehen auf 9.500 Punkte ein Plus von 5,3 Prozent ausmachen.


  Mein Podcast-Tipp:

 

Wann am besten Gold kaufen?
 

Wann kauft man am besten Gold? Es gibt viele Theorien darüber, daher möchte ich mich in dieser Ausgabe auf statistische Auswertungen beziehen welcher Zeitpunkt während eines Jahres am besten ist, um das gelbe Metall nachzukaufen.


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Mein Blick auf die Märkte:
Was hat sich bei Gold, Silber,
DAX & dem Bitcoin getan?

 


Gold: Bodenbildung?

 

Gold arbeitet an einer Bodenbildung und verteidigt immer wieder Rücksetzer unter 1.900 US-Dollar. Warten wir ab ob sich der Preis oberhalb dieser Marke stabilisieren kann.
 

Quelle: www.tradingview.com


Silber: 24,50 US-Dollar im Fokus!
 

Ähnlich wie Gold versucht Silber sich über der Marke von 24,50 US-Dollar zu halten. Charttechnisch erscheint das Edelmetall jedoch schwächer als Gold.
 

Quelle: www.tradingview.com


DAX: Geht die Erholung weiter?
 

Wirklich stark ist der DAX seit ein paar Tagen nicht mehr. Die V-Formation löst sich allmählich auf und wir sehen eine Seitwärtsbewegung. Unterhalb von 14.000 Punkten wird die Korrektur wiederaufgenommen.
 

Quelle: www.tradingview.com



 


Chart der Woche:
Platz für Überraschungen!

 


Die Zinskurven in den USA zeigen bereits eine Zinswende ab 2023 an. Für dieses Jahr werden noch weitere Erhöhungen in Richtung 2,25 Prozent erwartet. Danach soll es jedoch schon wieder Zinssenkungen geben.
 

Quelle: www.zerohedge.com

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte:
Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Kommentars investiert: Gold, Silber & DAX


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Bis zur nächsten Woche,

 

Dein Sebastian

Sebastian Hell | Hell-Investiert.de

 

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