Macht es Sinn eine Notenbank zu kaufen?
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Lieber Leser,
 

in meinem letzten Video von Sonntag mit dem TitelZentralbank: Wem gehören EZB, FED & Co.?habe ich darüber gesprochen, wem Zentralbanken wie die FED, EZB und viele andere wirklich gehören. Wenn Du Dich für dieses Thema interessierst und vielleicht von den vielen Verschwörungstheorien gehört hast, die die Zentralbanken umgeben, dann schau Dir bitte mein neuestes Video an. Es räumt mit vielen Vorurteilen und Theorien auf.


Im Video habe ich auch versprochen, dass ich mich in dieser Ausgabe dem Thema „Kauf von Notenbank-Aktien“ widmen werde. Immer wieder lese ich von Kauf-Empfehlungen vor allem für Aktien der Schweizer Nationalbank und möchte Dir ein paar wichtige Infos an die Hand geben, die Du wissen solltest bevor Du Notenbank-Aktien kaufst.
 

Shareholder-Value vs. Gemeinwohl!
 

Im Gegensatz zu normalen Unternehmen, die an der Börse gehandelt werden, gibt es bei den Notenbanken kein Shareholder-Value. Diese sind per Gesetz dem Gemeinwohl verpflichtet und haben meist den Auftrag, dass sie auf die Geldwertstabilität sowie die Geldmenge achten müssen.


Das Wohl der Aktionäre steht nicht im Vordergrund! Auch ist eine Mitbestimmung über die Hauptversammlung nicht vorgesehen. Die Aktionäre haben somit keine Rechte die Notenbank zu kontrollieren oder Auskünftige zu erhalten.


Über diesen wichtigen Nachteil solltest Du Dir unbedingt bewusst sein, bevor Du diese Aktien kaufst, da immer noch der Irrglauben umher geistert, dass man durch den Kauf von Notenbank-Aktien irgendeine Mitbestimmung hätte. Dies ist natürlich ausgeschlossen!
 

Falsche Dividendenerwartungen und Marktbewertung!
 

Anhand des Beispiels der Schweizer Nationalbank (SNB) möchte ich außerdem mit der falschen Erwartung an die Dividende und das Kurspotential aufräumen. Immer wieder lese ich Artikel, dass die SNB so viel wie Apple verdient, jedoch nur 500 Millionen Euro wert ist im Gegensatz zu einer Billion US-Dollar bei Apple. Ergo, muss hier ein enormes Kurspotential vorliegen, oder?


Eine Notenbank wird nicht nach den Maßstäben von anderen Unternehmen bewertet. Auch wenn die SNB sehr hohe Gewinne aufgrund ihrer Investments einfährt, kommt dieses Geld NICHT den Aktionären zugute. Im Falle der SNB fließt es den Kantonen zu, unabhängig davon ob diese Anteile an der SNB halten oder nicht.


Die Aktionäre der SNB erhalten nur eine kleine Dividende die gesetzlich bei 6% des eingezahlten Aktienkapitals gedeckelt ist. Die SNB hat ein Aktienkapital von 25 Millionen Franken. Somit ist die maximale Dividende auf 6% dieser Summe oder 1,5 Millionen Franken gedeckelt.


Da die SNB 100.000 Aktien ausgegeben hat, ist die maximale Dividende somit auf 15 Franken pro Aktie begrenzt. Bei einem aktuellen Kurs von 5.200 Franken pro Aktie liegt die Dividendenrendite bei lediglich 0,289%. Lächerlich gering im Vergleich zu anderen Aktien wie Apple mit 1,15% oder starken Dividendenaktien aus Europa mit 3%.
 

Kleine Übersicht der Zentralbanken-Aktien!
 

Die Aktie der Schweizer Nationalbank wird immer wieder gehypt. Gerade in Deutschland empfehlen Börsenbriefe gerne die Anteilsscheine. Ich würde die Finger davon lassen, da ich die SNB nicht als geeignetes Investment ansehe. Nachfolgend die Entwicklung der SNB – ISIN: CH0001319265.
 

Quelle: www.comdirect.de


Weitere Zentralbank-Aktien die an der Börse gehandelt werden sind:


► Banque Nationale de Belgique (Belgien) ISIN: BE0003008019
► Bank of Greece (Griechenland) ISIN: GRS004013009 
► Bank of Japan (Japan) Kürzel: 8301 in Tokio

 

Macht es Sinn Zentralbanken ins Depot zu legen?


Meiner Meinung nach macht es keinen Sinn. Du hast keine Mitbestimmungsrechte, eine sehr geringe Dividende und keinen Anteil an den hohen Gewinnen. Die Aktien der oben genannten Notenbanken werden zudem nur mit wenig Volumen gehandelt. Dies kann zu Problemen beim Kauf und Verkauf führen und zudem für Kurssprünge in jede Richtung sorgen.


 


Mein Blick auf die Märkte:
Was hat sich bei Gold, Silber & DAX getan?

 


Gold:
Unterstützungszone wird immer stabiler!

 

Die in der letzten Ausgabe erwähnte Unterstützungszone zeigt sich zunehmend als stabil. Gold läuft seit dem 08. November seitwärts. Man könnte dies langsam als eine Konsolidierung ansehen, bevor es einen erneuten Ausbruch nach oben gibt. Bis dahin müssen wir abwarten.
 



Silber:
Ausbruch über 17,20 US-Dollar nun wichtig...
 

Bei Silber könnte sich eine kleine 1-2-3 Formation ausbilden. Sofern der Ausbruch über Punkt „2“ gelingt und die Marke bei 17,20 US-Dollar nachhaltig überwunden wird, könnte es eine Umkehr geben. Du siehst jedoch, dass ich sehr viele „könnte“ verwende, daher ist noch vieles ungewiss.
 



DAX:
Rounding-Top?
 

Der DAX gefällt mir langsam immer weniger. Die US-Märkte eilen von einem Allzeithoch zum nächsten, während der DAX immer wieder über 13.300 Punkten abverkauft wird. Momentan entsteht hier ein „Rounding-Top“, welches auf eine Korrektur hindeuten kann.


Gefahr droht jedoch erst, wenn der Index nachhaltig unter 13.000 Punkte fällt. Bis dahin sind die Bullen noch am Zug.
 


 


Chart der Woche:
Johnson liegt in den Umfragen klar vorne!

 


Großbritannien wird am 12. Dezember 2019 Neuwahlen abhalten. Dabei zeigen aktuelle Hochrechnungen von Statista, dass die „Tories“ also die Partei von Boris Johnson mit 359 Sitzen eine klare Mehrheit im Parlament haben wird.


Sollte sich hier nicht mehr viel verändern, kann Johnson den ausgehandelten Brexit-Vertrag mit der EU durchsetzen und damit den Brexit mit einiger Verspätung zum 31. Januar 2020 vollziehen.
 

Quelle: www.statista.com


Sofern alles nach „Plan“ verläuft wird Johnson mit der EU danach über eine Frist verhandeln in der alles beim Alten bleibt und sich die EU, Großbritannien aber auch die Unternehmen auf die neuen Vorgaben vorbereiten können.


In einem früheren Vertrag war hierfür eine Frist von 2 Jahren vereinbart worden mit einer weiteren Verlängerungsoption von 2 Jahren. Da der Brexit verspätet vollzogen wird, ist bereits fast 1 Jahr der Frist verstrichen. Ich gehe jedoch davon aus, dass sich EU und UK einig werden. Bis es zum wirklichen Brexit kommen wird, können durchaus noch 4 Jahre vielleicht sogar deutlich mehr vergehen.


 


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Bis zur nächsten Woche,

 

Dein Sebastian

Sebastian Hell | Hell-Investiert.de

 

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